Special Olympische Spelen

 

 

Claudia Pechstein: Du kannst ja nich Sand auf die Bahn streuen.

 

"Ist ja krass, jetzt hat's schon wieder geklappt. Nach den 3000 Metern have ich das gedacht und nach den 5000 wieder. Gold und zweimal Weltrekord.
Es waren wirklich schlimme Rennen, ich bekam danach keine Luft mehr. Aber bei solchen Zeiten is es egal, ob du Luft kriegst oder nicht. Du bist einfach nur nog glücklich.
Bei den 3000 Metern habe ich lange gezittert, ob ich tatsächlich gewinne. Ich sah das Minuszeichen vor den Zwischenzeien von Renate Groenewold, dachte: He, was ist den das? Machtlosigkeit ergreift einen, du kannst ja nicht Sand auf die Bahn streuen oder Gegenwind pusten. Aber auch eine seltsame Ruhe war in mir: ich hatte alles gegeben, egal, wenn sie noch schneller ist.
Bei den 5000 Meter, es folgte ja nur noch Anni Friesinger, war ich mir schon nach meinem Lauf sicher: Heute schlägt mich keine mehr.
Wahnsinn, denkst du, das kann nich sein. Du denkst an alle auf einmal: An meinen Mann zu Hause, er ist sehr ehrgeizig und sehr nerös. An meine Familie, die wird vor dem Fernseher toben. An Freunde, an Mitglieder, aus meiner Trainingsgruppe, die in Berlin bleiben mussten

 

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